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Über mich_mobil_V3
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Mediatorin & Konfliktcoach
Wirtschaftspsychologin (M.Sc.)
Diplom-Kauffrau (FH)

Britta Keusemann

empathisch. tiefgründig. reflektiert.

Mein Weg zur Mediation.

In mehr als 15 Jahren im Projektmanagement in unterschiedlichen Organisationen – wie auch im persönlichen Umfeld – habe ich gelernt: Wo immer Menschen miteinander in Beziehung sind, entstehen Konflikte. Nicht weil etwas falsch läuft, sondern weil unterschiedliche Perspektiven, Erwartungen und Bedürfnisse aufeinandertreffen. Das ist menschlich und Teil jedes Miteinanders.

Was den Unterschied macht, ist nicht das Fehlen von Konflikten – sondern die Art, wie wir ihnen begegnen.

Eine Frage hat mich dabei immer wieder besonders fasziniert: Was wird im Konflikt gesagt – und worum geht es wirklich? Die dahinterliegende Neugier und der aufrichtige Wunsch zu verstehen haben mich schließlich in die Mediation geführt.

 

Heute bin ich ausgebildete Mediatorin nach den Vorgaben des Mediationsgesetzes und den Standards des Bundesverbandes Mediation e.V.

Streiten will gelernt sein.

Mein eigener Weg zu einer gesunden Streitkultur hatte Umwege und brauchte Zeit. Konflikte waren für mich lange Zeit etwas Bedrohliches – ich lernte früh, Spannungen zu erspüren, mich anzupassen und eigene Bedürfnisse zurückzustellen. Bis ins Erwachsenenleben hinein war ich eine klassische Konfliktvermeiderin mit Mustern zwischen "People Pleasing", stillem Rückzug und passiv-aggressivem Widerstand – bis mir klar wurde, wie wenig hilfreich diese Strategien für mich waren.

Die intensive Auseinandersetzung mit meinen biografischen Erfahrungen und den Mustern, die diese hinterlassen haben, hat mich verändert. Ich habe gelernt, meine eigenen Bedürfnisse und Grenzen ernst zu nehmen – und sie so zu kommunizieren, dass ich mein Gegenüber nicht angreife, sondern in Kontakt bleibe. Dass es mir nicht immer gelingt, ist menschlich – denn Wachstum ist kein abgeschlossener Zustand. Auch im Konflikt offen zu bleiben für die Bedürfnisse anderer und gleichzeitig zu wissen, wann ich für mich standhaft bleibe und wann es klug ist einzulenken – das ermöglicht innere Freiheit. Diese Balance zu halten, macht den Unterschied - im Umgang mit mir selbst und mit anderen.

 

Was ich auf dem Weg meiner persönlichen Weiterentwicklung gelernt habe, fließt unmittelbar in meine Arbeit als Mediatorin ein.

Mein Konfliktverständnis.

Konflikte sind normal. Sie entstehen in jedem Miteinander. Ich sehe sie nicht als Störung – sondern als den Ruf nach Klarheit und die Chance auf Verständigung.

Denn Konflikte machen sichtbar, was bisher im Verborgenen lag. Sie sind notwendige Reibungspunkte, die Weiterentwicklung erst möglich machen. Wer bereit ist, genauer hinzuschauen, findet darin die Möglichkeit, festgefahrene Muster aufzubrechen. Klärung beginnt, wenn wir den Blickwinkel verändern und es gelingt, durch die Augen des anderen zu sehen. Daraus können nicht nur neue Lösungswege entstehen, sondern auch tieferes gegenseitiges Verständnis wird möglich. Beziehungen und Zusammenarbeit können dadurch wachsen und sich festigen.

Allerdings führt nicht jede Konfliktklärung zum harmonischen Miteinander. Manchmal liegt die gemeinsame Lösung darin, dass sich Wege trennen. Auch das kann ein gutes Ergebnis sein – wenn es in Klarheit und gegenseitigem Respekt geschieht.

Mein Menschenbild.

Uns Menschen vereinen universelle Bedürfnisse. Unser Handeln spiegelt unser Bestreben wider, diese Bedürfnisse zu erfüllen – wir wählen dabei unterschiedliche Strategien, die nicht immer zielführend sind, aber das Beste darstellen, was uns in dem Moment zur Verfügung steht. Ich bin davon überzeugt: Im Kern sind wir Menschen gut.

Wenn wir diese Strategien und Verhaltensmuster erkennen und verstehen, was dahinter liegt, haben wir die Chance, wieder konstruktiv in Kontakt zu kommen und neue Wege zu finden. Ich glaube daran, dass es in der Natur des Menschen liegt, kooperativ zu sein und einander zu unterstützen – sofern dies auf freiwilliger Basis geschieht.

Dabei trägt jeder Mensch Verantwortung für sich selbst – für seine Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse ebenso wie für sein Handeln, seine Entscheidungen und die resultierenden Konsequenzen. Diese Erkenntnis schafft Spielraum: für Selbstreflexion, für neue Perspektiven – und für Veränderung.

Meine Arbeitsweise.

Meine Arbeitsweise in der Mediation.

Als Mediatorin bin ich wertschätzend im Miteinander, klar in der Sache und strukturiert im Prozess. Dabei bleibe ich neutral – und begegne allen Konfliktparteien mit der gleichen offenen Haltung.

Die Mediand*innen sind Experten ihres Konfliktes und entwickeln die Lösungsideen eigenverantwortlich. Meine Verantwortung liegt im Prozess – ich strukturiere das Gespräch und halte den Raum, auch wenn es schwierig wird. So wird Verständigung wieder möglich.

Klarheit entsteht durch Transparenz – auf der Sachebene ebenso wie auf der Beziehungsebene. Ich helfe dabei, auch das auszusprechen, was schwer zu sagen ist. Denn oft liegt der Schlüssel zur Lösung genau dort, wo bisher nicht hingeschaut wurde.

Wenn sich dann die Perspektiven öffnen und sich echtes Verständnis zwischen den Konfliktparteien einstellt, kann Neues entstehen – für mich der wertvollste Moment in der Mediation.

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